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Erbe der Bürgerrechtsbewegung? - Inwiefern knüpft Black Lives Matter an die Bürgerrechtsbewegung an?

1. Einleitung “ Injustice anywhere is a threat to justice everywhere ” (Martin Luther King, 1960). Mit diesen Worten brachte Martin Luther King Jr. zum Ausdruck, dass rassistische Ungerechtigkeit nicht als Problem einzelner Betroffener betrachtet werden kann, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft. Dieses Verständnis prägte den Kampf der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung, Diskriminierung und die Verweigerung grundlegender Rechte. Unter der Mitwirkung Kings und zahlreicher weiterer Aktivistinnen und Aktivisten erreichte die Bürgerrechtsbewegung bedeutende Veränderungen. Die Abschaffung der gesetzlichen Rassentrennung führte jedoch nicht zur vollständigen Überwindung rassistischer Benachteiligung. Rassismus bestand in gesellschaftlichen Strukturen und institutionellen Praktiken fort und zeigt sich bis heute unter anderem in rassistischer Polizeigewalt und der ungleichen Behandlung Schwarzer Menschen durch das Polizei- und Strafrechtssystem. Vor diesem Hinter...

Unterrichtsmaterial zum Thema Menschenrechte am Beispiel von Martin Luther King

Thematischer Überblick Bereits im Jahr 1619 wurden die ersten afrikanischen Sklaven nach Nordamerika gebracht, um dort größtenteils als Arbeitskräfte auf den Plantagen im Süden der USA missbraucht zu werden. Von Beginn an herrschte eine soziale Ungleichheit zwischen der schwarzen und der weißen Gesellschaft, die Schwarze als minderwertig ansah und unterdrückte (vgl. Grosse 2018, S. 17). Trotz der Abschaffung der Sklaverei 1865 besaß die schwarze Bevölkerung nicht die gleichen Rechte wie ihre weißen Mitbürger. Rassentrennung in allen öffentlichen Einrichtungen war eine allseits hingenommene Tatsache. Beispielhaft für die Diskriminierung der Schwarzen war, dass diese ihre Plätze freimachen mussten, wenn die Sitze für Weiße nicht ausreichten (vgl. ebd.). Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation der schwarzen Bevölkerung spielte der im Jahr 1929 geborene Pastor und Bürgerrechtsaktivist Martin Luther King. Zur Berühmtheit gelangte er durch seine tragende Rolle als Wortführ...

Kompass Übung 44: Was tun gegen Rassismus?

Die Gruppenübung „ Was tun gegen Rassismus “ setzt sich mit möglichen Vorgehensweisen als Reaktion auf rassistische Vorfälle an Schulen, anderen Bildungseinrichtungen oder in Vereinen auseinander. Als gemeinsame Grundlage ist zunächst eine Begriffsdefinition von „Rassismus“ angedacht. Darauf aufbauend sollen Erfahrungen mit Diskriminierung, rassistischen Vorfällen oder auch rassistische Witze gemeinsam gesammelt werden. Anschließend soll ein Fallbeispiel eines rassistischen Vorfalls mit Hilfe eines Rollenspiels analysiert werden. Die kritische Auseinandersetzung mit einem Fallbeispiel dient dazu, „das eigene Verständnis kultureller Unterschiede zu überdenken“. Die Teilnehmenden sollen dann gemeinsam ein Konzept für den Umgang mit solchen rassistischen Vorfällen an ihrer Schule/Bildungseinrichtung erarbeiten. Der Kompass-Internetseite können auch Tipps für die Durchführung der Methode entnommen werden. Besonders wichtig ist bei dieser Methode die Berücksichtigung des kulturellen Hin...